Friedhofanlagen in der Stadt Wassenberg

 

 

Standort:

Bergstraße, D 41849 Wassenberg

GPS

5106' 16,6" N   06o 10' 01,3" O

Zuständigkeit:

Stadt Wassenberg

Baujahr:

20. Jahrhundert

 

 Schwesterngrabstätten auf dem Waldfriedhof in Wassenberg

 

   

Standort:

Die Schwesterngräber befindet sich auf dem Waldfriedhof an der Bergstraße, in der Stadt Wassenberg. Sie liegen nur umweit der Priestergräber und der Kreuzigungsgruppe. In früherer Zeit standen auf dem Gräberfeld der Ordensschwestern Holzkreuze mit den Namen der verstorbenen Schwestern. Heute erinnert dieses Kreuz mit den Schriftzügen an die Ordensschwestern von Wassenberg.

Aus der Geschichte des Klosters

83 Jahre für die Menschen tätig

Vinzentinerinnen verlassen Wassenberg - Abschied mit Dankgottesdienst

(HVZ, 21 09.1991) Teilabschrift

Mit der Verabschiedung der Schwestern vom Orden des heiligen Vinzenz von Paul aus der Krankempflegestation am 30. September 1991 endete in Wassenberg eine drei Generationen umfassende Zeit christlicher Nächstenliebe. Der immer größer werdende Nachwuchsmangel auch innerhlab der Kölner Ordensprovinz zwingt die „Caritative Vereinigung Köln“ , zum gleichen Zeitpunkt auch ihr großes Haus in Trier aufzugeben. Schwester Leonarda, die seit 1967, und Schwester Aegidia, die seit 1977 in Wassenberg die Krankenpflege leiteten, werden im ordenseigenen „Haus Margarethe“ in Aachen leben. Die Erkrankung von Schwester Leonarda läßt ihren persönlichen Einsatz in der Alten- und  Krankenpflege nicht mehr zu. Schwester Sibilla übernimmt die Leitung einer Altenpflegeeinrichtung des Ordens in Köln. Schwester Laetitita widmed sich ebenfalls neuen Aufgaben. In einem Dankgottesdienst am Sonntag, dem 29. September, um 10.30 Uhr in der Propsteikirche St. Georg, der von beiden Wassenberger Kirchenchören mitgestaltet wird, verabschieden sich Familien aus Wassenberg, Birgelen, Effeld, Myhl, Ophoven und Orsbeck von den Schwestern.

Das Wirken der Vinzentinerinnen in Wassenberg seit 1908 war sehr vielfältig. Ihre Initiativen und ihr Einsatz gingen weit über die reine häusliche Krankenpflege hinaus. Vor allem die Zeit des Nationalsozialismus, die Kriegs- und Evakuierungszeit als Notkrankenhaus und Kriegslazarett, der Neubeginn im „Marienhaus“ nach dem Kriegsgeschehen und die langjährige Betreuung alkoholabhängiger Frauen schon seit der Klostergründung im Jahre 1907/08 wurden in chronistischen Aufzeichnungen der Ordensoberinnen festgehalten, über die wir noch gesondert berichten werden, denn sie sind erlebte, erschütternde Zeitdokumente. Der Abbruch des schönen Klosters auf dem Kapellen- oder Klosterberg des „Marienbruches“ (oder „Judenbruches“, wie die alten Wassenberger es noch heute nennen) wegen Bergbaueinwirkungen im Jahre 1977 bedeutete für Wassenberg und das Umland einen schweren Einschnitt, der auch heute noch nur mit Mühe zu begreifen ist.

 

Sanatorium und Erholungsheim "Marienhaus" Wassenberg, Rhld.

Bild: Archiv Heimatverein Wassenberg

Weitere Schriften zur Geschichte des Klosters:

  *  83 Jahre für die Menschen tätig. Vinzentinerinnen verlassen Wassenberg - Abschied mit Dankgottesdienst (HVZ, 21.09.1991)

  *  Segensreiches Wirken in vielen Bereichen (HVZ, v. 21.09.1991)

  *  Kloster war von Enteignung bedroht. Die Geschichte des Marienhauses in der Nazi- und Kriegszeit (HVZ, 28.09.1991)

  *  Probleme wurden totgeschwiegen. Alkoholkranke Frauen waren ein Tabu - Marienhaus hatte Erfolge (HVZ, 01.10.1991)