Friedhöfe und Ehrengräber in der Stadt Mönchengladbach

 

 

 

Standort:

Thomas - Mann -  Straße, D 41068 Mönchengladbach - Venn

GPS:

5112' 07,6" N   06o 23' 07,9" O

Zuständigkeit:

Stadt Mönchengladbach

Baujahr:

1885

Tag der Eintragung als Denkmal

16. April 1999

Quellenhinweis:

Teilbeschreibung der Denkmalbehörde

 

Städtischer Friedhof in Venn

 

     

Standort:

Der städtische Friedhof befindet sich an der Thomas-Mann-Straße in Mönchengladbach - Venn. Das Hochkreuz und die Priestergräber stehen mit der Nr. T 012 und T 013 in der Denkmalliste der Stadt Mönchengladbach unter Denkmalschutz. Der Ehrenfriedhof ist Teil der Friedhofsanlage.

Denkmalbeschreibung T 013:  

Das Hochkreuz steht im Kreuzungsbereich zweier Wege auf dem alten Teil des Friedhofes in Venn. Das Hochkreuz von ca. 5 m Höhe aus bräunlichem Sandstein (evt. Ruhrsandstein). Über einem zweistufigen Sockel und einem mehrfach gestuften, sich nach oben verjüngenden Mittelbau mit Inschrifttext erhebt sich das Schaftkreuz mit dem Corpus und der Schrifttafel (INRI). Der Fuß des Schaftkreuzes mündet in eine sich mehrfach verbreiternde und durch Wasserschläge gestaltete Basis, die in ein gerahmtes Feld mit dem in einem kreisförmigen Rahmen sitzenden Christusmonogramm überleitet. Auf der nach Norden zum Haupteingang (Stationsweg) gerichteten Frontseite trägt der Mittelbau die Inschrift:

Es ist ein heiliger und

heilsamer Gedanke, für

die Verstorbenen zu beten.

Errichtet im Jahre 1885.

Die Rückseite trägt die Inschrift:

Eigenthum der kath. Pfarrkirche zu Venn.

 

    

Denkmalbeschreibung T 012:  

An einer Wegekreuzung auf dem alten Teil des Friedhofes in Venn, die dominiert wird durch das 1885 errichtete Hochkreuz, liegt die Grabstätte des 1896 verstorbenen ersten Pfarrers Ferdinand Mürriger aus Venn. Das aus Blaustein bestehende, bildhauerisch gestaltete und scharrierte Grabdenkmal orientiert sich bautypologisch an einem während der zweiten Hälfte des 19. Jh. überaus beliebten und verbreiteten Motiv in der Sepulkralarchitektur, dem gotischen Strebepfeiler. Der Strebepfeiler schließt hier jedoch mit einem kleinen Schaftkreuz ab. Der Bautypus 'gotischer Strebepfeiler' weist den Bestatteten als 'Stütze der Kirche' aus. Über einer Sockelplatte erhebt sich der dreifach abgestufte Strebepfeiler. Im Unterbau ist eine Inschriftplatte montiert, die den Text trägt:

Betet

für euren ersten Pfarrer

den hochwürdigen Herrn

Ferdinand Mürriger

geb. 1834  + 1896

Im Mittelteil des Pfeilers sind ein Kelch mit Hostie und Stola angeordnet, in der Nische des Oberbaus steht auf einer kleinen Konsole die Figur des 'Guten Hirten'. Die Ecken des giebelförmigen Pfeilerabschlusses zeigen vier kleine, zinnengekrönte Türmchen. Aus dem First erhebt sich mit einer breiten, ebenfalls zinnenumwehrten Basis der Sockel eines kleinen Schaftkreuzes.

Das Objekt ist aus ortshistorischen und kunsthistorischen Gründen als Baudenkmal schützenswert.

    

 *  Die Kriegsgräberstätte Venn bei Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.